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Bauen+Wohnen Ökologisch Bauen |
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Die nachfolgenden Erläuterungen ersetzen keine detaillierte Beratung, sondern können diese nur vorbereiten.
Campus&Ratgeber für angehende Bauherren
Was heißt ökologisch Bauen?
Ökologisch bauen heißt bauen mit der Natur und nicht gegen sie. Es gelten u. a. folgende Handlungsgrundsätze:
sparsam und rationell mit Energie und Wasser umgehen;
umweltfreundliche und gesundheitlich unbedenkliche Baustoffe einsetzen;
möglichst regenerative und emissionsarme Energieträger verwenden.
Diese zukunftsorientierte Bauweise wird durch
Kreditanstalt für Wiederaufbau zusätzlich gefördert.
Einzelheiten hierzu; [siehe KfW-Förderung "Ökologisch Bauen]
Ein so genannter Ökobau ist z. B. ein freistehendes Einfamilienhaus
mit Bauerngarten, Fassaden- und Dachbegrünung, Feuchtbiotop,
Solarvorbauten, Wärmepumpen, biologischer Abwasserklärung und
Naturbelassenen Baustoffen. Aber nicht alle Wünsche lassen sich
erfüllen.
Baustoffe
Bei der Auswahl der Baustoffe kann das Umweltzeichen „Blauer Engel"
wesentliche Orientierungshilfen geben. Mit diesem Zeichen werden
nach detailliert festgelegten Vergabekriterien Produkte
ausgezeichnet, die im Vergleich zu anderen Produkten als besonders
umweltfreundlich bezeichnet werden können.
Wärmepumpen
Die Wärmepumpe holt sich je nach Bauart ihre Wärme aus Luft, Wasser
oder Erdreich. Sie arbeitet nach dem gleichen Funktionsprinzip wie
ein Kühlschrank. Sie entzieht z. B. der Außenluft Wärme und gibt sie
mit erhöhter Temperatur an die Innenräume ab. Eine Wärmepumpe sollte
in der Lage sein, mit einer Kilowattstunde mindestens 4
Kilowattstunden Wärmeenergie zu erzeugen.
Außenluft-Wärmepumpe
Kurzcharakteristik der Wärmepumpe:
relativ einfacher Einbau;
durch ihren Einsatz kann der Heizkessel den Sommer über abgeschaltet bleiben;
nur bis zu 0 Grad Celsius einsetzbar;
sie liefert etwa 60 bis70 % des jährlichen Wärmebedarfs.
Grundwasser-Wärmepumpe
Sie kann auch bei starkem Frost betrieben werden.
Es werden zwei Förderbrunnen benötigt, die möglichst weit voneinander entfernt sein sollen (10 bis 15 m);
im Einzelfall beträchtliche Kosten;
Genehmigung der Wasseraufsichtsbehörde erforderlich.
Weiter gibt es noch die Luft-Luft-Wärmepumpe und
die Erdreich-Wasser-Wärmepumpe (im Erdreich werden in ausreichender
Tiefe Rohrschlangen verlegt).
Solaranlagen
Solaranlagen können eingesetzt werden zur
Beheizung von Gebäuden;
Warmwasserbereitung;
Schwimmbadbeheizung.
Solaranlagen konnten sich bis jetzt noch nicht
bei der Gebäudeheizung durchsetzen. Im Winter, wenn viel Energie
gebraucht wird, steht die Sonnenenergie am wenigsten zur Verfügung.
Die Anlage erfordert etwa die dreifachen Investitionskosten einer
konventionellen Heizung und bedarf eines sehr guten Wärmeschutzes
des Gebäudes.
Solare Warmwasserbereitungsanlagen sind erprobt und am Markt
eingeführt. Neben dem Solarkollektor ist ein Wärmespeicher, z. B.
ein Wassertank, erforderlich. Für eine ganzjährig funktionierende
Anlage benötigt man zwei Wasserspeicher und einen Wärmetauscher. Ein
4-Personen-Haushalt benötigt etwa 8 qm Kollektorfläche. Kollektoren
decken im Jahresdurchschnitt etwa 50 % der Warmwasserbereitung.
Die Förderrichtlinien des Bundes über den Einbau von
Solarzellen-Anlagen können beim Bundesamt für Wirtschaft,
Frankfurter Straße 29-31, 65760 Eschborn, angefordert werden.