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■ Ärger programmiert
Ein Neubau in einem Gebiet ohne kommunalen Bebauungsplan kann
Probleme mit sich bringen. Denn oft ziehen alteingesessene Anrainer
vor Gericht, wenn sie sich in ihren Rechten beschnitten fühlen,
warnt der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin.
Um Streit zu vermeiden, sollten Häuslebauer daher vor dem
Grundstückskauf und der Planung genau die Rechtslage prüfen.
Probleme gibt es den Experten zufolge häufig im sogenannten
unbeplanten Innenbereich der Städte.
Dort sind die Grundstücke zwar grundsätzlich bebaubar, sie müssen
aber einige gesetzliche Anforderungen erfüllen. So muss sich das
Bauvorhaben unter anderem "nach Art und Maß der baulichen Nutzung
(...) in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen". Die
Definition, was das im Einzelnen bedeutet, sei allerdings schwierig.
Ärger mit dem Nachbarn bringe zum Beispiel fast immer eine
sogenannte Hinterlandbebauung, bei der im Garten ein weiteres Haus
entsteht. Dies sei ein massiver Eingriff in die Umgebung, so der
DAV.
Quelle: Süddeutsche
Zeitung 24.07.2008